Arten des Wissens |
Als prozedurales Wissen bezeichnet Anderson das Wissen darüber, wie kognitive Aktivitäten und Operationen, insbesondere Operationen und Prozeduren zum Lösen von Problemen, ausgeführt werden.
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Eine Prozedur ist eine Handlungsanweisung, die durch eine bestimmte Abfolge von Aktionen definiert ist. |
Prozeduren legen fest, wie deklaratives und konzeptuelles Wissen über einen bestimmten Gegenstandsbereich zur (optimalen) Problemlösung einzusetzen ist. Damit sind sie geeignete Mittel zur Realisierung gegenstandsspezifischer Heuristiken.
Nach Anderson sind nahezu alle kognitiven Aktivitäten im Grunde genommen Problemlöseprozesse.Als Hauptargument zur Stützung dieser These behauptet er in Anlehnung an Newell und Tolman, dass menschliche Kognition immer zweckgerichtet ist. Das heißt, der Mensch versucht stets Ziele zu erreichen und Hindernisse zu umgehen oder aus dem Weg zu räumen, die diesen Zielen im Weg stehen.
Ein Beispiel dazu ist die klassische Untersuchung des Problemlöseverhaltens von Schimpansen von dem Gestaltpsychologen Köhler aus dem Jahre 1917:
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Köhler bezeichnete dieses Verhalten als kreatives Problemlösen.
Anderson nennt drei Merkmale solcher Problemlöseprozesse:
Hätte z. B. der Versuchsaffe von Köhler immer wieder dasselbe Problem gelöst, dann hätte dieser mit der Zeit die Einzelsequenzen zu einem einzigen Operator zusammengefasst, und man könnte nicht mehr von einer kreativen Problemlösung, sondern lediglich vom Abarbeiten einer gelernten Prozedur sprechen. Es handelt sich dann um die Lösung einer Aufgabe (nicht eines Problems).
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